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Macht agentic AI-Coding uns 10x schneller? Eine ehrliche Antwort

Agentic AI-Coding ist das aktuelle Versprechen der Branche, und die Zahlen, die dabei herumgereicht werden, sind spektakulär: 10x schneller, halbe Kosten. Wir bauen jeden Tag damit, unter anderem unser eigenes KI-SaaS Gardeo. Darum hier eine ehrliche Einordnung statt einer Marketing-Zahl.

Das Versprechen trifft auf die Messung

Agentic AI-Coding ist das aktuelle Versprechen der Branche: 10x schneller, halbe Kosten. Wir bauen jeden Tag damit, unter anderem unser eigenes KI-SaaS Gardeo. Genau deshalb halten wir eine ehrliche Einordnung für wichtiger als eine Marketing-Zahl.

Die bislang sauberste Messung stammt von der Forschungsorganisation METR. In einer randomisierten kontrollierten Studie von 2025 bearbeiteten 16 erfahrene Open-Source-Entwickler 246 echte Aufgaben in ihren eigenen, reifen Projekten, mit modernen Werkzeugen wie Cursor Pro und Claude 3.5 und 3.7 Sonnet.

Das Ergebnis überrascht: Mit KI waren sie im Schnitt rund 19 Prozent langsamer. Noch bemerkenswerter ist die Wahrnehmung. Dieselben Entwickler schätzten hinterher, KI habe sie um etwa 20 Prozent schneller gemacht. Die Studie beschreibt einen bestimmten Rahmen und gilt ausdrücklich als Momentaufnahme früher 2025er-Werkzeuge, aber die Lücke zwischen Gefühl und Messung ist die eigentliche Botschaft.

Wo das Tempo trotzdem real ist

Das bedeutet nicht, dass KI-Coding nichts bringt. Am Anfang eines Projekts ist der Gewinn echt und spürbar: ein neues Feature auf der grünen Wiese, ein Prototyp, eine Migration nach klarem Muster, Boilerplate, Tests, Gerüstcode. Hier kommen wir deutlich schneller zu etwas Lauffähigem.

Der erste klickbare Stand entsteht in Stunden statt in Tagen. Man kann früher etwas zeigen, früher Feedback holen, mehr Varianten ausprobieren. Genau dieser Teil steckt hinter den meisten Zehnfach-Screenshots, die durch die Timelines laufen.

Wichtig ist nur, ehrlich zu benennen, welcher Teil das ist: der Anfang, das Ungefähre, das noch nicht Produktive. Da ist das Tempo real, und wir nutzen es bewusst und gezielt.

Wo es bricht: der Flaschenhals ist nicht das Tippen

In einer bestehenden, komplexen Codebasis, genau dem Feld der METR-Studie, sieht es anders aus. Sobald Kontext, Architektur-Entscheidungen und Integrationen ins Spiel kommen, schrumpft der Effekt, manchmal auf null oder darunter.

Der Grund ist einfach: Der Engpass in echten Projekten ist selten das Tippen von Code. Es sind Spezifikation, Review, Debugging, Integration, Test und Abstimmung im Team. Diese Arbeit wird durch einen Agenten nicht zehnmal schneller, und der subjektive Eindruck von Tempo überschätzt den echten Gewinn immer wieder.

Manchmal wird es sogar teurer. Wenn mehr Code schneller entsteht, muss am Ende trotzdem jemand jede Zeile verstehen, prüfen und verantworten. Ungeprüfter Output ist keine gelieferte Software, sondern nur schneller angehäufte Unsicherheit.

Warum das Senior-Urteil wichtiger wird

Wenn Code fast beliebig schnell entsteht, verschiebt sich der Wert. Er liegt nicht mehr im Schreiben, sondern im Beurteilen: Trägt die Architektur? Hält der Datenschutz stand? Bricht das beim Skalieren? Ist der schnell erzeugte Ansatz in einem Jahr noch wartbar?

Genau hier entscheidet Erfahrung, und genau hier erklärt sich auch der Befund der Studie: Wer eine reife Codebasis wirklich kennt, ist von Hand oft schneller, als einen Agenten zu dirigieren und dessen Vorschläge zu prüfen. KI-gestützte Entwicklung macht einen Senior nicht überflüssig, im Gegenteil: Sie macht sein Urteil zu dem Teil, der am meisten zählt.

Die Maschine liefert Optionen, die Verantwortung für die richtige bleibt beim Menschen. Das ist keine romantische Haltung, sondern schlicht das, was die Zahlen nahelegen.

Wie wir arbeiten, und was das für Preis und Projekt bedeutet

Wir nutzen agentic Coding dort, wo es trägt: schneller zum ersten Prototyp, mehr Iterationen im gleichen Zeitfenster, weniger stumpfe Routinearbeit. Aber jede Zeile, die in Produktion geht, ist Senior-geprüft und von uns verantwortet, nicht ungeprüft aus dem Modell übernommen. Gardeo, unser eigenes datenschutzkonformes KI-SaaS, ist genau so gebaut.

Aus dem Tempo folgt kein pauschaler Rabatt. Was du bezahlst, ist nicht das Tippen, das übernimmt zunehmend die Maschine, sondern das Urteil, das dafür sorgt, dass die Software trägt. Beim Fixpreis ist das schnellere Bauen unser Vorteil: Wir liefern zum vereinbarten Preis und tragen das Risiko der Schätzung, du bekommst früher Ergebnisse und mehr Iterationen.

Unterm Strich: kein pauschales 10x, kein Rabattversprechen. Dafür Software, die trägt, schneller dort, wo Tempo ehrlich möglich ist, und mit einem Senior, der dafür geradesteht.

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Jedes erfolgreiche Projekt beginnt mit Klarheit. Buche ein kurzes Gespräch: kein Verkaufsgespräch, sondern eine ehrliche Einschätzung deiner Idee.